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Erkennt der Innenminister endlich den Wert der Beschäftigten der Polizei und die Bedeutung ihrer Personalvertretungen?

GdP-Niedersachsen: Wertschätzung für Beschäftigte und Personalvertretungen gefordert

Hannover.

Innenminister Schünemann will in den kommenden Monaten alle Polizeiinspektionen bereisen und dort Gespräche mit den Mitarbeitern/-innen und den Personalvertretungen führen. Noch am Freitag, 01.04.2011, hatte der Vorsitzende der GdP Niedersachsen, Dietmar Schilff, anlässlich der Festveranstaltung zum 50jährigen Bestehen des Niedersächsischen Personalvertretungsgesetzes auf die Notwendigkeit der Beteiligung der Beschäftigten und ihrer gewählten Vertreter eindringlich hingewiesen. So führte er in seiner Rede aus: „Es ist doch frustrierend, wenn niemand die tagtäglich auf der Arbeit gemachten Erfahrungen wahrnehmen will. Jedes Unternehmen erfragt, was die Beschäftigten denken, wie sie sich fühlen und was sie zur Verbesserung beizutragen haben. Nur bei der Polizei des Landes Niedersachsen scheint das augenscheinlich nicht der Fall zu sein.“

Die GdP Niedersachsen begrüßt es ausdrücklich, dass der Innenminister umgehend auf den Hinweis der GdP reagiert hat und sich jetzt tatsächlich ein Bild von der in der Polizei herrschenden Stimmungslage machen will und dieses - wie angekündigt - sogar eine wichtige Grundlage für zukünftige Entscheidungen sein soll.

Polizeiliche Arbeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Verwaltung, Tarif und Vollzug. Wichtigster Faktor hierbei sind die handelnden Menschen. Ohne Ihre Motivation, ihren Eifer und auch ihre Freude an der Arbeit, kann die Polizei auf Dauer nicht erfolgreich sein.

Grundstein für die Motivation der Beschäftigten ist der Respekt, der ihnen entgegengebracht wird. Dieser äußert sich darin, dass Gespräche geführt werden und die durch die Personalvertretungen wiedergegebene Meinung der Beschäftigten auch wirklich gehört wird und Beachtung findet.

Dietmar Schilff: „Wenn sich der Innenminister mit seiner Rundreise auf den Weg macht, auf die Beschäftigten zuzugehen, ist dies ein Schritt in die richtige Richtung. Er sollte dabei aber neben den Personalvertretungen auch das Sprachrohr für die Bedürfnisse der Mitarbeiter/-innen, die Gewerkschaft der Polizei als stärkste Interessenvertretung in Niedersachsen nicht vergessen und endlich auch einen Weg aus seiner Sprachlosigkeit finden.“