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Diätenerhöhung

GdP Sachsen: Öffentlichkeit schaut auf Landtag

Kesselsdorf.

In Sachsen scheint der Wohlstand ausgebrochen zu sein. So scheint es zumindest, wenn man die Diäten der Abgeordneten im sächsischen Landtag anschaut. Bereits zum dritten Mal seit 2010 erhöhen sich diese ihr monatliches Entgelt. Diesmal gönnt man sich eine Erhöhung von 150 Euro aus dem Staatssäckel. So bringen die Diätenerhöhungen im sächsischen Landtag in drei Jahren 600 Euro mehr für jeden Abgeordneten. Die Öffentlichkeit staunt.

Die GdP Sachsen will hiermit keine neue Neiddebatte aufmachen.

Es ist jedoch unverständlich für die Gewerkschaft der Polizei, da gerade im aktuellen Entwurf des Doppelhaushalts um jeden Euro gebangt wird und in allen Ressorts, so auch bei der Inneren Sicherheit, der drastische Sparkurs mit einem dramatischen Stellenabbau aufrecht erhalten wird.


Es ist erstaunlich wie sich die Regierungsfraktionen Gedanken gemacht haben, um das Abgeordnetenmandat attraktiver zu gestalten. Die Attraktivität und die Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes scheinen dagegen nicht zu interessieren. Hier hinkt der Freistaat Sachsen im Wettbewerb mit anderen Ländern meilenweit hinterher.


Bei immer weniger Vergütung wird dem sich weiter reduzierenden Personal immer mehr zugemutet. Im Ergebnis bedeutet dies, dass ein schleichender, aber ständig fortschreitender Qualitätsverlust auf immer mehr Aufgabenbereiche übergreift.
Eine Kurskorrektur zur Verhinderung des Kollapses ist dringend geboten.