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Die beste Werbung sind gute Arbeitsverhältnisse

GdP Schleswig-Holstein: Stellenkürzungen und Arbeitsverdichtungen sind keine überzeugenden Argumente

Kiel.

Die Landesregierung tut gut daran, sich um den Nachwuchs der Landesverwaltung intensiv zu kümmern. Die demografische Entwicklung in Schleswig-Holstein wird dazu führen, dass immer weniger junge Menschen für die Arbeit im Landesdienst zur Verfügung stehen. Trotz des geplanten Personalabbaus von 5.300 Stellen bis zum Jahre 2020 (Landespolizei minus 282) wird die Konkurrenz zur freien Wirtschaft und anderen öffentlichen Verwaltungen dazu führen, erhebliche Schwierigkeiten bei der Nachwuchskräftegewinnung zu bekommen. Junge Frauen und Männer auf großformatigen Plakaten, gemeinsamen Jobbörsen und Informationsveranstaltungen und eine bestens mit Corporate Identity, ressortübergreifend gestaltete Homepage im Echten Norden, werden nicht ausreichen.

Stellenkürzungen führen zu Arbeitsverdichtung, eine überlange 41-Stundenwoche schreckt ab, und schwierige Bedingungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Freizeit werden Einstellungswünsche nicht erhöhen – gerade da liegen aber die Schwerpunkte bei jungen Menschen.

In der Landespolizei ist es zum Einstellungstermin im Februar 2015 nicht gelungen, die notwendige Zahl von 50 Auszubildenden einzustellen – letztendlich waren es nur 47 neue Anwärterinnen und Anwärter – ein Alarmsignal.

Torsten Jäger, Stellvertretender GdP-Landesvorsitzender: „Wir raten der Landesregierung, auf diese Belastungen der Kolleginnen und Kollegen einzugehen und Verbesserungen zu bewirken. Attraktive und gesunde Arbeitsbedingungen sind die beste Werbung! Wer aus dem Stand neue „Wolfsberater“ einstellt, Polizeistellen aber kürzt, sendet ein fatales Signal.“