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GdP-Vize Radek fordert massive Investitionen und Fingerspitzengefühl im Umgang mit Asylbewerbern

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert, die Landes- und Bundesmittel zur Flüchtlingshilfe massiv auszuweiten. Der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek sagte am Donnerstag in Berlin: "Es darf nicht sein, dass die Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger aus Platznot durch das Schließen von öffentlichen Einrichtungen auf Dauer eingeschränkt wird. Das führt zu unnötigen Spannungen und sorgt für eine Stimmung, die sich gegen die hilfesuchenden Menschen richtet." Radek: "Uns bewegt die Sorge, dass sowohl die fremdenfeindlichen Anschläge zunehmen, als auch die Kriminalität im Umfeld der Flüchtlingsunterkünfte und die Auseinandersetzungen in den Aufnahmestellen. Die Situation spitzt sich zu, wenn nicht massive Investitionen in menschenwürdige Unterkünfte, Gesundheitsvorsorge, einer funktionierenden Verwaltung und der Beschleunigung der Asylverfahren getätigt werden."

Die Polizei stelle immer wieder fest, dass Migrantinnen und Migranten Opfer krimineller Banden werden, die die Notsituation und die Hilflosigkeit der Flüchtlinge ausnutzen, um Frauen zur Prostitution zu zwingen oder Schwarzarbeit in großem Stil zu betreiben.
GdP-Vize Radek: "Meine Kolleginnen und Kollegen sind mit den derzeitigen Aufgaben stark belastet. Die Polizei benötigt dringend ausreichend Personal, um ihre Aufgaben im Bereich der Migration bewältigen zu können. Die in den Aufnahmestellen eingesetzten Beamtinnen und Beamten benötigen psychosoziale Betreuung, Gesundheitsvorsorge und ständige ärztliche Begleitung sowie Dokumentationen ihrer Einsätze."

Foto: Georg Sander - pixelio.de