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GdP beklagt "schlechten Aprilscherz": Niedersachsens Polizei Letzter bei Zuschlägen für Nacht- und Wochenendarbeit

Hannover.

Die niedersächsischen Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit bei der Polizei stehen im Bundesvergleich an letzter Stelle. Mit Wirkung vom 1. April 2016 erhöht Hessen diese Zahlung für seine Polizeibeamtinnen und -beamten, so dass Niedersachsen dann alleiniges Schlusslicht sein wird. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert diese Entwicklung scharf.

„Es kann nur ein schlechter Aprilscherz sein, dass es einzig in unserem Bundesland keine Erhöhung der Zulage für Dienste zu ungünstigen Zeiten geben soll“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff, der zugleich stellvertretender Bundesvorsitzender ist. Wenn niedersächsische Polizistinnen und Polizisten am Samstag ihren Dienst versehen, erhalten sie 77 Cent pro Stunde Aufschlag, nachts gibt es 1,28 Euro, an Sonn- und Feiertagen 2,72 Euro.

„Die Landesregierung muss ihren Widerstand gegen eine Anhebung dieser lächerlichen Beträge aufgeben, damit die Bezahlung bei der niedersächsischen Polizei nicht immer beschämender wird“, betonte Schilff. Zudem müsse das gestrichene Weihnachts- und Urlaubsgeld der Landespolizei endlich wieder bezahlt werden. „Ständig mehr und gefährlichere Arbeit, während die Vergütung dauerhaft schlecht bleibt, das kann einfach nicht sein! Hier ist dringend ein Umsteuern nötig, um den schönen Worten der Wertschätzung nun Taten folgen zu lassen“, forderte Schilff.