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Feuerwehrfuhrpark antiquiert – geplante Neuanschaffungen übersichtlich!

GdP Berlin: Senat soll mehr in Feuerwehr investieren

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist fassungslos angesichts der Tatsache, dass der Senat es hinnimmt, dass mehr als 18 Prozent der Löschhilfeleistungsfahrzeuge, 17 Prozent der Drehleitern und sogar jeder fünfte Rettungswagen in Berlin derzeit nicht nutzbar sind. Die Zahlen gehen aus der Antwort auf eine Schriftliche Anfrage des Grünen-Abgeordneten Benedikt Lux hervor. „Wenn ich lese, dass zwölf Löschhilfefahrzeuge, drei Drehleitern und 21 Rettungswagen beschafft werden müssten, um nur den aktuellen Stand aufrecht zu erhalten – und auf der anderen Seite erfahre, dass kein Löschfahrzeug und genau eine Drehleiter im Jahr 2015 gekauft werden sollen, dann frage ich mich, wo da die Logik bleibt“, sagte GdP-Landesbezirksvorsitzende Kerstin Philipp am Freitag.

Kerstin Philipp weiter: „Immerhin sollen ja 24 neue Rettungswagen angeschafft werden … zum Glück für alle Menschen, die in die Lage kommen, einen anfordern zu müssen. Nichtsdestotrotz fordern wir vom Senat, die geplante Investitionssumme für die Berliner Feuerwehr für den Doppelhaushalt 2015/2016 aufzustocken. An der Sicherheit darf nicht gespart werden!“

Nicht nur, dass viele Fahrzeuge momentan nicht nutzbar sind: Die meisten Löschhilfefahrzeuge liegen bereits ein bis vier Jahre über der geplanten Nutzungsdauer. Ähnliches gilt laut Schriftlicher Anfrage für die Drehleitern, 13 Prozent aller Rettungswagen sind bis zu zehn Jahre alt.

Michael Schombel, Vorsitzender der GdP-Bezirksgruppe Feuerwehr: „Von uns wird verlangt, moderne Löschmittel einzusetzen, nämlich Druckluftschaum statt Wasser, aber zur Verfügung haben wir nur 36 Wagen mit Druckluftschaumanlage. Um das Löschmittel berlinweit anzuwenden, bräuchten wir etwa 160 solcher Fahrzeuge. Na toll! Für die ‚hippe‘ Haupt- und Möchtegern-Weltstadt Berlin bekommt der Slogan ‚Geiz ist geil‘ dank der Sparpolitik des Senats eine ganz neue Bedeutung.“