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Freiberg: Schule sollte kein Hochsicherheitstrakt sein

GdP: Bündel an Maßnahmen zur Sicherheit für Schulen prüfen

Berlin.

Ein Bündel von Maßnahmen fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) für einen besseren Schutz der Schülerinnen und Schüler vor Gewalttaten und Unglücksfällen an deutschen Schulen. GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: „Alle Schulleiter und Lehrerkollegien sollten sich jederzeit bewusst sein, dass solche schrecklichen Ereignisse auch an ihrer Schule passieren könnten. Zwar gibt es keinen absoluten Schutz, dennoch können einzelne Maßnahmen helfen, sie müssen aber flächendeckend angewendet werden.“ Die Schule, so Freiberg, sollte dabei aber nicht zum Hochsicherheitstrakt werden.

Für die Schulen erstellte Notfallpläne sollten, so der GdP-Vorsitzende, regelmäßig und intensiv erprobt werden. Freiberg: „Allen Schülern und Lehrern muss dabei klar sein, dass es sich bei diesen Übungen nicht um Juxveranstaltungen handelt, sondern das effektive Einhalten eines solchen Notfallplans Leben retten kann.“

Freiberg fordert zudem eine bessere präventive Arbeit in den Schulen. Oftmals sei es Experten möglich, die Entwicklung eines Kindes oder eines Jugendlichen zu einem Gewalttäter oder gar zu einem Mörder zu erkennen und durch rechtzeitige psychologische Einflussnahme zu stoppen. Der GdP-Vorsitzende: „Schulpsychologen gehören in jede Schule.“ Auch technische Sicherungen, wie Notruf- und Durchsagesysteme, seien zwingend erforderlich.

Ein großes Lob, so der GdP-Vorsitzende, verdienten die Polizeikräfte, die in Ansbach in kürzester Zeit vor Ort waren und die Lage entschärft hätten. Freiberg: „Das ist kein Zufall, die Polizei hat sich intensiv mit Amoklagen beschäftigt und sie trainiert.“