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GdP Rheinland-Pfalz unterstützt Forderung nach Stopp des Atomtransportes

Mainz.

Die GdP in Rheinland-Pfalz schließt sich der Forderung der Bundes-GdP und der niedersächsischen Kollegen nach einem Stopp des geplanten Atomtransportes an. Die GdP R-P habe in einem Schreiben an Ministerpräsident Beck und Innenminister Lewentz auf die unklare Lage im Zwischenlager Gorleben nach den durch Greenpeace veröffentlichten Berechnungen hingewiesen. „Wenn eine weitere Einlagerung von Castoren in Gorleben immer bedenklicher wird, sollte der Transport auf dem kürzesten Weg zum nächsten Zwischenlager gebracht werden und das ist Philippsburg“, sagte GdP-Landesvorstandsmitglied Josef Schuhmacher.

Im Rahmen der Fürsorgepflicht und zum Schutz der eingesetzten Kolleginnen und Kollegen müsse eine Gefährdungsanalyse durchgeführt werden, betonte der Stellv. Landesvorsitzende Helmut Knerr. Im GdP-Schreiben an Ministerpräsident Beck und Minister Lewentz heißt es weiter: „Wir möchten Sie bitten, sich dafür einzusetzen, dass vor der Durchführung des Transportes plausibel nachgewiesen wird, dass zweifelsfrei keine Gefahr für die Bevölkerung und die eingesetzten Polizeikräfte besteht. Ansonsten bitten wir Sie dringlich, sich dafür zu verwenden, den Castortransport 2011 abzusagen bzw. zum Zwischenlager Philippsburg umzuleiten“.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte Anfang November gefordert, den Ende dieses Monats geplanten Castortransport mit Atommüll in das Zwischenlager Gorleben abzusagen. GdP-Vorsitzender Bernhard Witthaut: „Der Einsatz ist zu einer Zumutung für unsere Kolleginnen und Kollegen geworden, die wir nicht akzeptieren können.“

In den vergangenen Monaten waren immer wieder Bedenken laut geworden, dass es bei Messung und Berechnung der Strahlendosen zu folgenreichen Fehlern gekommen sei. Unverzüglich habe sich der zuständige GdP-Landesbezirk Niedersachsen daraufhin bemüht, Klarheit in die Irritation um die unklaren Werte zu bringen.

Sein niedersächsischer Kollege und GdP-Landesvorsitzender Dietmar Schilff sagte: „Bis zur Stunde ist uns die niedersächsische Landesregierung eine nachprüfbare Erklärung schuldig geblieben. Die Zweifel an den offiziellen Messwerten sind bis auf den heutigen Tag nicht ausgeräumt. Wir befürchten eine erhöhte Strahlenbelastung für unsere eingesetzten Kolleginnen und Kollegen und für die Bevölkerung. Damit verstößt der Dienstherr der Polizistinnen und Polizisten gegen seine Fürsorgepflicht.“