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GdP zum Auftakt der Tarifrunde 2011

Einkommen bei der Polizei müssen deutlich steigen

Berlin.

Die Beschäftigten der Polizei erwarten von den im kommenden Jahr beginnenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst einen deutlichen Anstieg ihrer Einkommen. Bei der Bekanntgabe der Gewerkschaftsforderungen am Dienstag, 14. Dezember 2010, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut: „Wieder haben alle in der Polizei arbeitenden Frauen und Männer ein Jahr mit höchsten Arbeitsbelastungen hinter sich. Das Lob der Politiker für ihr Engagement und die hohe Qualität ihrer Arbeit muss sich auch in klingender Münze auszahlen.“

Ver.di, GdP, GEW und dbb-Tarifunion fordern in den zu Beginn des neuen Jahres beginnenden Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder eine Anhebung der Entgelte um einen Sockelbetrag von 50 Euro und drei Prozent bei einer Laufzeit von 14 Monaten sowie eine Übernahmegarantie für die Auszubildenden. Witthaut: „Ein zentraler Punkt unserer Forderung ist auch die Übernahme des erzielten Verhandlungsergebnisses für die Polizeibeamtinnen und -beamten in den Ländern.“


Der Absicht der Arbeitgeber, die Entgelterhöhung auf höchstens ein Prozent zu begrenzen, erteilte Witthaut eine klare Absage. Auch das Argument der Finanzkrise zähle nicht. Witthaut: „Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben die Finanzkrise nicht verursacht und sind nicht bereit, sie doppelt und dreifach zu bezahlen.“ Die Absicht der Arbeitgeber, jede Tariferhöhung mit Personalabbau zu bezahlen, nannte Witthaut „empörend“. Witthaut: „Meine Kolleginnen und Kollegen tragen täglich ihre Gesundheit zu Markte, um die innere Sicherheit zu garantieren. Auch die Sicherheit der öffentlichen Arbeitgeber.“


Auftakt-Pressekonferenz der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes: (v.l.) Bernhard Witthaut ( GdP-Bundesvorsitzender), Ilse Schaad (GEW), Christoph Schmitz (ver.di-Pressesprecher), Frank Bsirske (ver.di-Vorsitzender), Peter Heesen (Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes) und Frank Stöhr (DBB-Tarifunion). Foto: Rüdiger Holecek