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Aus den Ländern:

Erstmals Frau an GdP-Landesspitze

Berlin.

Kerstin Philipp ist die erste Frau an der Spitze eines Landesbezirks der Gewerkschaft der Polizei. Die rund 130 Delegierten des seit Mittwoch in der Hauptstadt stattfindenden Gewerkschaftstages der GdP-Berlin wählten die 51-Jährige mit überwältigender Mehrheit (98,4 Prozent) in das Amt der Vorsitzenden. Philipp löst Vorgänger Michael Purper ab, der nach vierjähriger Amtszeit nicht mehr für den Vorsitz der etwa 13.500 Mitglieder starken Organisation kandidiert hatte. Die südöstlich von Berlin wohnende Tarifbeschäftigte ist seit 2002 stellvertetende GdP-Bundesvorsitzende und im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand für die Tarifpolitik und die Große Tarifkommission der GdP verantwortlich.

Die 1963 im sachsen-anhaltischen Salzwedel geborene Philipp ist seit 1992 in verschiedenen gewerkschaftlichen Spitzenfunktionen tätig. Zunächst führte sie die für den Osten Berlins zuständige GdP-Bezirksgruppe. Ab 1994 amtierte sie als stellvertretende Landesvorsitzende der GdP-Berlin. Zwei Jahre später agierte sie erst als Mitglied der Großen Tarifkommission (GTK), danach auch als deren Schriftführerin.


Der Moment der Bekanntgabe ihres hervorragenden Wahlergebnisses: Kerstin Philipp ist die erste Frau an der Spitze eines GdP-Landesbezirks. Foto: Silvia Brinkhus


Gegenüber der "Berliner Zeitung" sagte Philipp, sie lege Wert auf Teamarbeit und wolle "sich nicht alles auf den Tisch ziehen". Dafür gebe es Spezialisten. Polizeipräsident Klaus Kandt bot sie die Unterstützung der GdP-Berlin an. Ziel sei eine zukunftsfähige Polizei in der Hauptstadt.

Zum 51. Ordentlichen Landesdelegiertentag der GdP-Berlin am 2. und 3. April 2014 werden unter dem Motto "Sicher in Berlin leben" die gewerkschaftspolitischen Weichen für die nächsten vier Jahre gestellt. Für den zweiten Tag der Veranstaltung, am Donnerstag, 3. April 2014 haben zahlreiche Hauptstadt-Politiker zugesagt und Gastreden angekündigt.