Zum Inhalt wechseln

Nach den Anschlägen von Paris: GdP-Vize Radek bei ZDF-Sondersendung

Berlin.

Nach den verheerenden Terroranschlägen von Paris ist die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bei Medienvertretern stark nachgefragt. Der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek bewertete heute in mehreren Interviews beim Nachrichtensender N24 die aktuellen Ermittlungsergebnisse der französischen Polizei sowie die politische Debatte hierzulande. Am Sonntagabend bezog der GdP-Vize in einem "ZDF-Spezial" Stellung.

Arnold Plickert, stellvertretender GdP-Bundesvorsitzender und Chef der GdP NRW, forderte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa eine schnellere Aufrüstung der Spezialeinsatzkräfte in Deutschland. "Wir müssen uns auf das neue Täterprofil einstellen. Die sind brutal, die erschießen alles, was denen in den Weg kommt", sagte er am Sonntag.

Die Polizei müsse Anschläge wie die in Paris unter allen Umständen verhindern, betonte unterdessen Radek gegenüber der „Rheinischen Post“. Dazu müsse sie wissen, wo terroristische Zellen sind, welche Personen darin verstrickt sind, mit wem sie Kontakt haben und was sie planen. Von entscheidender Bedeutung sei die Aufklärung der Kommunikation solcher Kreise. Dazu gehöre auch die sogenannte Vorratsdatenspeicherung.

"Es ist deprimierend, wie regelmäßig die unsinnige Debatte über den sogenannten Überwachungsstaat wieder auflebt, sobald das Entsetzen über den Terror dem Alltag gewichen ist“, sagte er. In einer Pressemeldung am Morgen nach den Anschlägen hatte Radek gefordert, den Sicherheitsbehörden und Nachrichtendiensten in ganz Europa jetzt deutlich mehr Unterstützung und Vertrauen durch Politik und Bevölkerung entgegen zu bringen.