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GdP zur Diskussion um Fußballspiele am 1. Mai 2011

Radek: Argumente austauschen und Ball flach halten

Berlin.

Angesichts der erneut entflammten Debatte um die Verlegung von Fußball-Spieltagen anlässlich des sicherlich kräftezehrenden Polizeieinsatzes rund um den 1. Mai 2011 mahnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine gelassenere Diskussion an. Weder populistisches Getrommel, noch ignorierender Trotz würden dem gemeinsamen Anliegen von Deutschem Fußballbund (DFB), Deutscher Fußball-Liga (DFL) und der Polizei sowohl sichere Mai-Demonstrationen und -feste als auch sichere Fußballspiele zu gewährleisten, gut tun, sagte heute Jörg Radek, für Großlagen und Fußballeinsätze verantwortliches Mitglied im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand am Rande der Konferenz der Innenminister und -senatoren in Hamburg.

Spielabsagen allein lösten das Problem nicht. Dafür, dass die Polizei zu wenig Personal habe, trügen die Regierungen der Länder die Verantwortung und nicht der Fußball.

Radek: „Fußballverantwortliche und Polizei wissen aus bereits geführten Gesprächen, dass die sprichwörtliche Parallelität der Ereignisse die Polizei erneut an die Belastungsgrenze führen wird. Vor diesem Hintergrund, der ja nun auch ein vorhandenes Verständnis für einander zeigt, hält die GdP es für falsch, wenn die aktuelle Lage nach dem Castor-Einsatz und den aufgrund der akuten Terrorbedrohung momentan hochgefahrenen Sicherheitsmaßnahmen nun von Außenstehenden für politische Meinungsmache genutzt wird. Beide Parteien mögen sich an einen Tisch setzen, Positionen austauschen und zu einem vertretbaren Ergebnis kommen.“

Aus Gesprächen mit dem DFB und der DFL wisse die GdP, so Radek, dass DFB und DFL Argumenten durchaus aufgeschlossenen seien und nicht den Hardliner markierten. Radek: „Ich zweifele nicht daran, dass eine Lösung gefunden wird, die die Polizei-Einsätze bei Fußball und Mai-Kundgebungen ermöglicht.“