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Erschütternder Polizisten-Mord in Augsburg:

Tiefe Trauer über gewaltsamen Tod eines 41jährigen Polizeibeamten

Berlin.

Tief betroffen und voller Trauer zeigt sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) nach dem gewaltsamen Tod eines 41jährigen Polizeibeamten am frühen Morgen des 28.10.2011 im bayerischen Augsburg. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wollte der Polizeibeamte gemeinsam mit seiner Kollegin den Fahrer und Beifahrer eines Motorrades kontrollieren. Offenbar nach einer kurzen Verfolgung schoss einer der beiden auf die Beamten. Der ermordete Beamte erlitt Informationen zufolge schwere Schussverletzungen, an denen er noch vor Ort verstorben ist. Bernhard Witthaut, GdP-Bundesvorsitzender: „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen des getöteten Beamten.“ Der beim Schusswechsel leicht verletzten Kollegin des verstorbenen Polizisten wünscht die GdP baldige und gute Genesung.

Der Vorsitzende des GdP-Landesbezirks Bayern, Helmut Bahr, zeigt sich erschüttert: „Obwohl man um dieses enorm hohe Risiko als Polizist natürlich weiß, ist es dennoch furchtbar, solchen Vorfällen relativ hilflos gegenüber zu stehen. Das Wichtigste ist nun erst einmal die beiden Täter zu fassen und den Angehörigen des Opfers die Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen.“

Das Risiko von Polizeibeamtinnen und -beamten im Einsatz schwer verletzt oder sogar getötet zu werden, nehme, so Witthaut, seit Jahren massiv zu. Dies betreffe nicht nur prinzipiell risikobehaftete Einsätze, wie beispielsweise im Umkreis der Organisierten Kriminalität, zu, sondern zunehmend auch den alltäglichen Dienst auf den Straßen. Polizistinnen und Polizisten sähen sich immer öfter brutaler Gewalt und unvermittelter Angriffe ausgesetzt.

Seit 1945 sind nach der GdP vorliegenden Zahlen 392 Polizeibeamtinnen und -beamte von Rechtsbrechern getötet worden.