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Witthaut: Schießausbildung auf hohem Niveau

Berlin.

Polizisten in Deutschland hätten im vergangenen Jahr mit Schüssen aus ihren Dienstwaffen 8 Menschen getötet und 23 verletzt, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Das ginge aus einer Statistik der Innenministerkonferenz hervor, die der dpa vorliege. Im langjährigen Vergleich, so bilanziert die dpa, sei das eher wenig. Bernhard Witthaut, Bundesvorsitzender der GdP: "Es ist eine alte Erfahrung, dass eine gute Schießausbildung zu weniger Schußwaffengebrauch führt. Die Schießausbildung der Polizei in Deutschland ist auf einem sehr hohen Niveau."

Witthaut weiter: "Hinzu kommt, dass deutsche Polizeibeamte und -beamtinnen ein umfangreiches Instrumentarium zur Bewältigung und zur Deeskalation kritischer Situationen trainieren. Bevorzugt werden deshalb alle Einsatzmittel, die das polizeiliche Gegenüber zwar vorübergehend außer Gefecht setzen, aber nicht nachhaltig verletzen oder gar töten, wie zum Beispiel Pfefferspray. Kein Polizeibeamter greift gerne zur Schußwaffen und setzt sie daher nur in äußerstem Notfall ein. Bei gewalttätigen Übergriffen nehmen viele Kolleginnen und Kollegen eher eigene Verletzungen in Kauf, als den Angreifer schwer zu verletzen oder zu töten."

dpa: Zahlen zum polizeilichen Schusswaffengebrauch

JahrWarnschüsseSchüsse gezielt
gegen Menschen
davon
Getötete
dabei
Verletzte
getroffene
Unbeteiligte

199811765842 1 (tot)

1999107531533niemand

2000120526302 (verletzt)

200111648526niemand

200211542628niemand

200399443232 (verletzt)

20047263923niemand

200572374301 (verletzt)

20065727615niemand

2007634610231 (verletzt)

200869379151 (verletzt)

20095133621niemand

20105937823niemand

Summe:1117584953321 Toter
7 Verletzte

Quelle: dpa