Zum Inhalt wechseln

GdP zum Castor-Einsatz:

Der Ausnahmezustand darf nicht zum Alltag werden

Hilden.

"Die Einsätze zur Sicherung der Castor-Transporte überschreiten für die Polizeibeamtinnen und -beamten die Grenzen der Zumutbarkeit. Wenn Gorleben in den nächsten Jahren zum Dauerarbeitsplatz für tausende unserer Kolleginnen und Kollegen wird, müssen sie dort auch menschenwürdig ihre Dienst- und ihre Ruhezeiten verbringen können", kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, die Engpässe und eklatanten Missstände in der Unterbringung der Einsatzkräfte.

Freiberg: "Seit Jahren werden Castor-Transporte ins Zwischenlager nach Gorleben durchgeführt. Seit Jahren steht fest, dass auch in nächster Zukunft solche Transporte anstehen. Nach dem Atomkompromiss weiß man sogar, dass es pro Jahr mindestens drei sein sollen. Es ist ein Skandal, dass die Politik einfach vergessen hat, dass tausende von Einsatzkräften auch irgendwo wohnen und schlafen müssen."

Zwölf Stunden belastender Dienst in einer spannungsgeladenen Atmosphäre und mehrere Stunden An- und Abfahrten zu den Standorten, die zum Teil aus Wohncontainern bestehen, wo sich bis zu 25 Beamtinnen und Beamte eine Dusche teilen müssen, seien auf Dauer nicht zumutbar, so die GdP. Freiberg: "Es müssen Liegenschaften angemietet oder gekauft und menschenwürdige Unterbringungsmöglichkeiten gebaut werden. Der Ausnahmezustand darf nicht zum Alltag werden."

Hinweis an die Redaktionen:


Die GdP ist mit dem Bundesvorsitzenden Konrad Freiberg, dem GdP-Landesvorsitzenden Bernhard Witthaut und weiteren Ansprechpartnern vor Ort erreichbar. Hier die Telefonnummern:

GdP-Bundespressestelle: Rüdiger Holecek 0172 / 7 12 15 99

Pressestelle GdP-Niedersachsen: Reiner Fischer 0171 / 9 73 94 16