Zum Inhalt wechseln

"kicker" wohl Irrtum erlegen

Freiberg: Bezahlung von Fußballeinsätzen keine Forderung der Gewerkschaft der Polizei

Berlin.

Entgegen anders lautender Meldungen in Print- und Online-Medien hat sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) nicht für eine Bezahlung der Fußballeinsätze bei Fußballspielen durch die Vereine ausgesprochen. So sei, erklärte heute der GdP-Bundesvorsitzende Konrad Freiberg in einem Brief an das "kicker Sportmagazin", die kicker-Redaktion in ihrer aktuellen Berichterstattung offenbar einem Irrtum erlegen. Freiberg: "Die Forderung nach einer Bezahlung der Polizeieinsätze bei Fußballspielen durch die Vereine ist nicht von der Gewerkschaft der Polizei erhoben worden." Eine Kopie des Briefes erhielten sowohl der Deutsche Fußballbund (DFB) als auch die Deutsche Fußball-Liga (DFL).


Die Forderung nach der Bezahlung der Fußballeinsätze, so Freiberg weiter, stamme vom Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft im Deutschen Beamtenbund (DPolG), Rainer Wendt, der unter anderem in der Bild-Zeitung (August 2008) als auch in der Zeitschrift „Sport Bild“ zu Anfang des Jahres so zitiert werde.

Freiberg hatte anlässlich der Krawalle beim Spiel zwischen St. Pauli und Hansa Rostock auf die Zunahme von gewalttätigen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem Fußballgeschehen und die enorm gewachsene Belastung der Polizei mit Einsätzen dieser Art hingewiesen.

Der GdP-Vorsitzende: "Solche gewalttätigen Auseinandersetzungen finden regelmäßig außerhalb der Fußballstadien statt. Es ist selbstverständlich Aufgabe der Polizei, die Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum zu garantieren. Vereine können daher nicht zur Bezahlung solcher Einsätze herangezogen werden." Diesen Standpunkt habe, so Freiberg, die Gewerkschaft der Polizei immer vertreten.

Freiberg mahnte die Fußballverbände mit dem DFB an der Spitze, sich nicht völlig aus ihrer Verantwortung für das anwachsende, gewalttätige Geschehen zu stehlen. Er appellierte an die Vereine, größere Anstrengungen zu unternehmen, um einerseits die Sicherheit friedlicher Fußballfans zu garantieren und andererseits, zusammen mit anderen gewerkschaftspolitischen Kräften, die Gewaltentwicklung zu bekämpfen.

Das "kicker Sportmagazin" hat seinen Irrtum mittlerweile korrigiert. Bitte klicken Sie auf "DFL kontra Polizei" um den kicker-online-Artikel zu lesen.