Zum Inhalt wechseln

Gewalteskalation in Dresden:

Witthaut: Aufruf zu friedlichen Blockaden war Spiel mit dem Feuer

Dresden/Berlin.

Eine Explosion der Gewalt durch linksextremistische Straftäter hat bereits am frühen Morgen in Dresden die Demonstrationen gegen einen geplanten Aufmarsch von Rechtsextremen überschattet. Bernhard Witthaut, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP): „Unsere Befürchtungen sind übertroffen worden. Die angeblich gewaltlosen Gegendemonstranten haben sofort und unvermittelt sowie mit brutaler Härte die Polizei angegriffen. Es hat sich erwiesen, dass Aufrufe zu sogenannten friedlichen Blockaden und zum zivilen Ungehorsam ein Spiel mit dem Feuer sind.“

Während bis zu den Mittagsstunden lediglich einige Hundert Rechtsextreme in der Stadt gezählt wurden, strömten Tausende von Gegendemonstranten, darunter rund 3.000 autonome Gewalttäter, auf allen Zufahrtswegen in die Stadt. Witthaut: „Teilweise wurden Busse noch auf der Autobahn verlassen, um an polizeilichen Kontrollpunkten vorbei in die Stadt einsickern zu können.“

Zurzeit ist die Polizei an vielen Orten in heftige Auseinandersetzungen mit militanten sogenannten Antifaschisten verwickelt. Erschwerend komme hinzu, so Witthaut weiter, dass erst in den späten Freitagabend-Stunden das gerichtliche Tauziehen um Demonstrationswege und Kundgebungsorte beendet wurde.

Witthaut: „Es ist bedrückend zu sehen, dass für viele offenbar nicht der politische Gegner die Hauptrolle spielt, sondern die Polizei.