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GdP: Druck auf kriminelle Rockerbanden bundesweit erhöhen

Witthaut: Gefährlichen Biker-Clubs nicht die Straßen überlassen

Berlin.

Der polizeiliche Druck auf kriminelle Rockerbanden muss nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) bundesweit erhöht werden. Nach jüngsten bedrohlichen Entwicklungen im nordrhein-westfälischen Duisburg, wo sich mehrere Rockergruppen brutale Verdrängungskämpfe liefern, müsse der Staat, so GdP-Bundesvorsitzender Bernhard Witthaut, mit der vollen Härte des Gesetzes reagieren. Witthaut: "Rechtsfreie Räume können wir nicht dulden und autonomen Gruppen wie den gefährlichen Biker-Clubs die Straßen überlassen. Deshalb ist es richtig, dass NRW-Innenminister Ralf Jäger jetzt die Polizeikräfte in diesem kriminellen Brennpunkt verstärken will." In den vergangenen Wochen hatte es vermehrt blutige Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Rockergruppierungen an Rhein und Ruhr gegeben.

Das konsequente Vorgehen der Polizei gegen die Rockerkriminalität in Deutschland, vor allem durch erfolgreich durchgesetzte Vereinsverbote und engmaschige Kontrollen habe die straff organisierte Szene massiv verunsichert, "zugleich beobachten wir aber verstärkt die Bildung von Parallelgruppierungen", sagte der GdP-Bundesvorsitzende. Die GdP unterstütze, so Witthaut weiter, auch die Aktivitäten der Justiz, wie beispielhaft die seit über einem halben Jahr unter dem Dach der Berliner Staatsanwaltschaft arbeitende Task Force Rocker.

In den Fokus der Ermittler rückten zudem immer mehr gewaltbereite, rockerähnliche Jugendgangs wie die konkurrierenden "Black Jackets" und "United Tribuns", die den angestammten Rocker-Clans den Platz im Milieu streitig machen wollten. Witthaut appellierte an die Innenminister und -senatoren der Länder, "angesichts dieser besorgniserregenden Auseinandersetzungen die Verfolgung verbrecherischer Gangstrukturen unbeirrt fortzuführen".

 
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Foto: Hartmut910 - pixelio.de