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GdP zu politisch motivierter Kriminalität 2012

Witthaut: Neue Qualität extremistischer Gewaltbereitschaft besorgniserregend

Berlin.

Als höchst besorgniserregend bezeichnete der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, die neue Qualität der Gewaltbereitschaft extremistischer Straftäter in Deutschland. Zwar seien die aktuell bekannt gewordenen Zahlen der politisch motivierten Gesamtkriminalität gegenüber dem Vorjahr 2011 um rund neun Prozent zurückgegangen, jedoch sinke offenbar die Hemmschwelle drastisch, vermeintliche politische Gegner, so auch Polizeibeamtinnen und -beamte, anzugreifen und lebensgefährlich zu verletzen, sagte der GdP-Bundesvorsitzende.

So ist nach Angaben des Bundesinnenministeriums die Zahl versuchter Tötungen im linksextremistischen Spektrum von drei im Jahr 2011 auf acht im vergangenen Jahr gestiegen, in sechs Fällen waren Polizeibeamte Zielscheibe der Angriffe. Zudem wurden insgesamt sechs von Rechtsextremisten versuchte Tötungsdelikte festgestellt, eines mehr als im Vorjahr.

Angesichts der zum 1. Mai angekündigten Demonstrationen und Kundgebungen aus der rechten und linken Szene appellierte Witthaut an alle demokratischen Parteien und Gruppierungen, sich gegenüber jeder Form des politischen Extremismus abzugrenzen und den extremistischen Gewalttätern kein noch so kurzes politisches Deckmäntelchen für ihre menschenverachtenden Taten zu bieten.

 
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