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GdP zum Drogenbericht:

Freiberg: "Aufhören, den Joint schön zu reden !"

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Berlin.

Gegen die Verharmlosung so genannter weicher Drogen hat sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) angesichts des alarmierend steigenden Konsums von Cannabis unter Jugendlichen ausgesprochen. GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: "Es muss Schluss damit sein, den Joint schön zu reden! Der jüngste Drogen- und Suchtbericht spricht eine deutliche Sprache. Bereits 12jährige haben heute schon massenhaft Cannabis-Erfahrung."

Es sei begrüßenswert, so die GdP, dass Erfolge im Kampf gegen den Konsum legaler Drogen wie Alkohol und Tabak erzielt worden seien. Freiberg: "Es ist daher paradox, dass die Legalisierung weicher Drogen fortschreitet." Der GdP-Vorsitzende bezeichnete es als "absolut falsches Signal", die straffreien Mengen für den Eigenbedarf - wie jüngst in Berlin geschehen - zu erhöhen. Freiberg: "Was bei Kindern und Jugendlichen davon ankommt, ist die Botschaft: Alcopops sind verboten - Kiffen ist erlaubt!"

Wissenschaftliche Studien belegten eindeutig, dass Cannabisgebrauch zu ernsthaften Störungen bis hin zur Abhängigkeit führe und als akuter Effekt des Konsums die Einschränkung der schulischen und beruflichen Leistungsfähigkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen festgestellt worden sei. Freiberg: "Angesichts der wachsenden Anforderungen für junge Menschen, einen qualifizierten Schulabschluss und zukunftsträchtige Ausbildungsstellen zu erhalten, wirkt Cannabis wie Gift."

Nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei gehörten die in den Bundesländern unterschiedlich festgesetzten Mengen für den Eigenverbrauch weicher Drogen auf den Prüfstand.

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