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Gewaltkriminalität auf dem Höchststand

GdP: Polizeiberuf wird immer gefährlicher

Angriffe auf die Polizei am 1. Mai 2004
Berlin.

Polizeibeamtinnen und -beamten schlägt beim Einschreiten immer häufiger offene Feindschaft und Gewalt entgegen. Mit einer Steigerung von 9,3 v.H. gegenüber 2003 verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik im vergangenen Jahr eine starke Zunahme von Fällen des Widerstandes gegen die Staatsgewalt.

GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: "Das entspricht den Alltagserfahrungen meiner Kolleginnen und Kollegen, deren Berufsausübung immer gefährlicher wird. Selbst bei geringsten Anlässen treffen sie auf ein immer aggressiver werdendes Klima, polizeiliche Anweisungen werden immer häufiger missachtet." Der wachsende Widerstand gegen einschreitende Beamte gehe mit einer insgesamt höheren Gewaltbereitschaft einher, so die GdP.

Freiberg: "Die Gewaltkriminalität ist mit einer Zunahme von 3,5 v.H. und über 210.000 registrierten Fällen auf dem Höchststand der letzten zehn Jahre." Gefährliche und schwere Körperverletzung waren nach der Polizeilichen Kriminalstatistik im vergangenen Jahr mit einer Zunahme von 5,4 v.H. auf dem Vormarsch.

Freiberg: "Besorgnis erregend ist besonders die erhöhte Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen. Hier stieg die Zahl der Körperverletzungen um 8,6 v.H. Wir dürfen vor dieser Entwicklung nicht die Augen verschließen. Die wertvolle Präventionsarbeit an Schulen und in Kommunen muss weiter verstärkt werden. Wichtig ist aber auch, mit deutlicher polizeilicher Präsenz Grenzen zu setzen und vor allem an den Brennpunkten das Sicherheitsgefühl zu stärken."

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