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GdP-WM-Sicherheitsforum 2006:

Personalkürzungen gefährden Sicherheit der Fußball-WM

Gelsenkirchen.

Weitere Personalkürzungen bei der Polizei gefährden nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Gewährleistung der Sicherheit bei der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft.

Auf dem GdP-Sicherheitsforum „Sport, Gewalt und die Fußball-WM 2006“ am heutigen Montag in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen, sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg vor rund 150 Polizeibeamtinnen und -beamten aus dem gesamten Bundesgebiet: „Nächstes Jahr wird irgendwo jede Polizistin und jeder Polizist in Deutschland von diesem Ereignis betroffen sein. Dabei handelt es sich auch bei den geschlossenen Einheiten, die zum Einsatz kommen werden, nicht um irgendwelche Reserven. Die Polizei wird aus dem normalen Alltagsbetrieb abgezogen. Aber gerade auch im Bereich der Alltagskriminalität wird während der WM mit steigenden Fallzahlen zu rechnen sein.“

Bereits in den vorbereitenden Planungen kalkuliere die Polizei ihre Einsätze hart am Limit, alle Ressourcen seien ausgeschöpft.

Freiberg wies darauf hin, dass bisher schon 7.000 Stellen bei der Polizei abgebaut worden seien. Freiberg: „Im nächsten Jahr werden sich über drei Millionen Gäste, darunter zahlreiche bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus allen Teilen der Welt, über einen längeren Zeitraum und vor allem an vorher bekannten Plätzen aufhalten. Damit ist diese Großveranstaltung auch ein attraktives Ziel für Terroristen. Es ist unverantwortlich, wenn Politiker in fast allen Bundesländern jetzt weitere Stellenkürzungen planen.“

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Zum Programm des GdP-Sicherheitsforums „Sport, Gewalt und die Fußball-WM 2006“