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GdP zur Internet-Überwachung illegalen Waffenhandels:

Schuss in den Ofen

Konrad Freiberg, GdP-Bundesvorsitzender
Berlin.

Den Vorschlag von Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein, im Internet verstärkt nach illegalem Waffenhandel zu suchen, hat der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, als „Schuss in den Ofen“ bezeichnet.

„Dafür braucht die Polizei ausreichend Internet erfahrene Experten mit tief greifenden waffentechnischen Kenntnissen. Nur dann ist überhaupt eine sinnvolle Überprüfung zu gewährleisten.“ Innenminister Beckstein, so forderte Freiberg, müsse nun erklären, woher er diese Experten nehmen wolle. Schon jetzt seien die Internet-Ermittlungen in den Bereichen Terrorismus und Kinderpornographie nicht ausreichend personell besetzt.

Natürlich sei eine Kontrolle des Internets nötig, wo schon seit Jahr und Tag sowohl erlaubnispflichtige wie auch erlaubnisfreie Waffen bzw. deren Teile angeboten würden. „Wer heute nach Kontrolle ruft, gibt zu, dass er jahrelang den Missstand hingenommen hat“, erklärte Freiberg. Das Ganze sei ein weiteres Beispiel, dass der Personalabbau bei der Polizei sich bitter räche. „Immer dann, wenn das Kind im Brunnen liegt, nach mehr polizeilicher Überwachung zu rufen, ist schlicht unredlich.“

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