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Internetzugänge in allen Polizeidienststellen

Freiberg: Polizei hinkt Internet-Kriminellen hinterher

Hilden.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert, alle Polizeidienststellen mit Internetzugängen auszurüsten. Zudem müssten die Polizeibeschäftigten im Umgang mit dem Internet geschult werden. Der Ausbau sowohl interner wie auch externer Fortbildung im IT-Bereich sei dabei unerlässlich. Vor allem müssten mehr IT-Fachleute in die Polizei eingestellt werden. Nur so sei eine stärkere Professionalisierung zu ereichen.

"Die Polizei muss in die Lage versetzt werden, mit den technischen Entwicklungen des Internets Schritt zu halten", mahnt die GdP in ihrem Positionspapier "Kriminalität im Internet". Es dürfe nicht sein, so Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der GdP, dass von Bürgern angezeigte Straftatbestände innerhalb des Internets nicht sofort überprüft und nötigenfalls sichergestellt werden könnten. "Bis die Kolleginnen und Kollegen in den kleinen Dienststellen jemanden gefunden haben, der Zugang zum Netz hat, kann der strafbare Datenbestand schon längst wieder gelöscht sein. Der Täter wird dann kaum zu ermitteln sein", sagte Freiberg.

Auch die Fahndung im Internet müsse "generell ausgeweitet" werden, forderte Freiberg. Dabei sei es entscheidend, die internationale Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden zu verbessern und die entsprechenden Gesetze der Länder zu harmonisieren. Auf europäischer Ebene unterstützt die GdP eine Erweiterung der Zuständigkeit von Europol für die Cyber-Kriminalität.