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Vorbereitungen G20

Verpflegungslage angepasst!

Erste Probleme gelöst

Liebe Kolleginnen und Kollegen, im Rahmen von „GdP-Betreuungsmaßnahmen“ wurde seitens der zum Objektschutz eingesetzten Kräfte mehrfach die nicht vorhandene Verpflegungslage kritisiert.

Die Kritik wurde insbesondere vor dem Hintergrund der zeitlichen Dauer, der festen Postierungen und kurzfristiger Eingriffe in die Dienstzeitregelung geäußert. Mit meinem Schreiben vom 03.04.2017 an den Polizeiführer setzte sich die GdP für die Anordnung der Verpflegungslage ein. Mit Wirkung vom 07.04.2017 wurde die Verpflegungslage für die G 20 Objektschutzkräfte (DE3, AAH - geplante Dienste - länger als 8 Stunden; Messe, Rathaus, Elbphilharmonie) angeordnet. In erster Linie wird es sich um einen finanziellen Ausgleich handeln. Die jetzige Lösung ist sicher noch nicht ideal, weil sie z.B. andere Objektschutzkräfte (z.B. BGM, S) nicht beinhaltet; dennoch ist es ein erster Schritt in die richtige Richtung. Auf politischer Ebene setzen wir uns für die Aussetzung der Verpflegungsrichtlinie bis zum Ende des G20-Einsatzes ein, damit die angesprochene Ungleichbehandlung der Kolleginnen und Kollegen beseitigt werden kann. Wir werden nicht müde zu betonen, dass wir alle „in einem Boot“ sitzen. Angesichts der aktuellen und in den nächsten Monaten zu erwartenden außergewöhnlichen Belastungen ist alles zu tun, was die Situation der Kolleginnen und Kollegen ein wenig erträglicher gestalten kann.

Schreiben an Herrn Dudde vom 3. April 2017

"Sehr geehrter Polizeiführer, lieber Herr Dudde,
im Rahmen unserer gewerkschaftlichen Aktivitäten zur Unterstützung der Objektschutzkräfte, möchte ich Ihnen kurz meinen Eindruck darstellen:
Zunächst ist es so, dass sich die „Begeisterung“ über den Einsatz „in Grenzen“ hält - das ist nichts Verwunderliches – wichtiger ist, dass niemand das Erfordernis der Objektschutzmaßnahmen in Frage stellt.
Im Rahmen der vielen Gespräche, die ich mit den Kolleginnen und Kollegen führen konnte, wurde ich gebeten, dass ich mich aufgrund der erheblichen und ununterbrochenen zeitlichen Inanspruchnahme der Kräfte für eine angemessene Versorgung einsetze – was ich versprach und hiermit tue.
Die Verbundenheit zu Ihnen, die die Kolleginnen und Kollegen mir gegenüber immer wieder von sich aus zum Ausdruck bringen, könnte dadurch noch weiter gestärkt werden.
Die einhergehenden zusätzlichen Belastungen der Dienstgruppen an den Polizeikommissariaten waren ebenso Thema. Die in die Wege geleitete Anforderung auswärtiger Kräfte wurde grundsätzlich begrüßt – abzuwarten bleibt, wie stark die Entlastungen im Hinblick auf die derzeitigen personellen Belastungen sein werden.
Unter meiner Führung versteht sich die GdP Hamburg - wie bereits beim OSZE Geschehen - als „inoffizieller Einsatzabschnitt“, der u.a. Kritikpunkte der Kolleginnen und Kollegen aufnimmt und Ihnen vertrauensvoll zur Kenntnis gibt.
Herzliche Grüße, Ihr Gerhard Kirsch"