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GdP Mecklenburg-Vorpommern: Fußball-Chaoten und kein Ende

Schwerin.

"Ich kann diese Fußball-Chaoten nicht verstehen, die in wenigen Minuten das kaputt machen, was nach den letzten Krawallen mühsam aufgebaut wurde", so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Christian Schumacher nach den Fußballkrawallen am Mittwochabend in Rostock.

Bereits sehr früh im Vorfeld dieses hochemotionalen Spiels in der 3. Liga zwischen dem F.C. Hansa Rostock und dem 1. FC Magdeburg wurden seitens der Polizei massive Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um eventuelle Krawalle zu verhindern. Dabei reichte die Spanne vom Einsatz neuster Kameratechnik, über den Einsatz von mehr als 300 Ordner, einem Shuttle - Service für die Gästefans, dem Einsatz von Sprengstoffspürhunden, dem Verbot des Verkaufs von Alkohol über einen geschlossenen Kartenvorverkauf, bis zur optischen Trennung des Heim- vom Gästebereich. Dennoch kam es zu Übergriffen und Auseinandersetzungen.

Christian Schumacher: „Mich wundert es auch, dass trotz verstärkter Kontrollen, so viel Pyrotechnik ins Stadion kommen konnte. Hier muss sich die Vereinsführung unbedingt Gedanken machen, dies zukünftig zu unterbinden. Wir können froh sein, dass es bei den "Bengalospielen" und dem Böller- und Raketenbeschuss niemand ernsthaft verletzt worden ist. Den Schaden haben nun wieder beide Vereine haben. Dass wir zu einem Drittligaspiel schon 1.300 Polizeibeamte (auch aus verschiedener Bundesländer sowie der Bundespolizei) hinzuziehen müssen, können wir als Polizei uns nicht mehr leisten. Meine Kollegen und Kolleginnen die in den Revieren verblieben sind, sind auch von solchen Einsätzen betroffen. Berge an Mehrarbeit und die Zunahme von Dauerkranken sind die Folgen."