Zum Inhalt wechseln

Fachtagung Zuwanderung - Herausforderungen für die Polizei Brandenburg

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

fast zwei Jahre ist es her, als der plötzliche Flüchtlingsansturm ganz Europa vor enorme Herausforderungen gestellt hat. Gerade die Polizei war in vielen Bereichen wie der Begleitung, Sicherung oder Registrierung der Flüchtlinge stark eingebunden. Ein erhöhtes Demonstrationsaufkommen kam noch hinzu.
 
Die öffentliche Wahrnehmung hat sich längst anderen Themen gewidmet und das Augenmerk bei Fragen der Flüchtlingsproblematik liegt zurzeit auf der Mittelmeerküste.
 
Aber auch wenn die immense Belastung 2015/2016 so nicht mehr besteht, hat die Flüchtlingswelle die Polizei Brandenburg nachhaltig verändert. Vermehrte Einsätze um und in Flüchtlingsunterkünften, fremdenfeindliche Übergriffe und Begleitung von Rückführungen sind nur einige Aufgaben, die in manchen Dienststellen das
Tagesgeschäft bestimmen. Hinzu kommen Konfliktsituationen durch Verständigungsprobleme und kulturelle und religiöse Unterschiede.
 
Mit unseren Veranstaltungen möchten wir zum einen den Blick auf die aktuelle Lage werfen. Wo stehen wir heute? Welche Probleme bestehen weiterhin? Welche werden vielleicht erst noch kommen, wenn sich
Menschen durch fehlende Integration radikalisieren? Zum anderen möchten wir über Lösungen sprechen. Was kann Prävention leisten? Welche Stellen müssen vor Ort zusammenarbeiten?
 
Wir freuen uns auf interessante Vorträge und eine lebhafte Diskussion mit euren Fragen und Beiträgen aus der Praxis.
  
Andreas Schuster
GdP-Landesvorsitzender

 

Programm

Begrüßung
Andreas Schuster, GdP-Landesvorsitzender
 
Grußworte
Vertreter Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg sowie Vertreter Behörde/ Fachhochschule
 
Vortrag
Aktuelles Lagebild zur Flüchtlingsproblematik
Vertreter Landeskriminalamt
 
Vortrag
Radikalisierungstendenzen
Ahmad Mansour
 
Mittagspause
        
Vortrag 
Strategien zum Umgang mit ethnischen Konflikten
Vertreter der Zentralen Ausländerbehörde
 
Vortrag
Polizeiliche Prävention im Flüchtlingsbereich
Vertreter Polizeipräsidium
 
Kaffeepause
 
Podiumsdiskussion
 
In der Podiumsdiskussion haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Fragen direkt an die Referenten zu richten. 
 
Schlusswort
Andreas Schuster, GdP-Landesvorsitzender 

Termine 
 
Um der großen Nachfrage gerecht zu werden und eine dienst- oder wohnortnahe Teilnahme anzubieten, werden wir diese Veranstaltung an vier Standorten, verteilt auf die Direktionen, durchführen.
 
Die Veranstaltungen sind vom Thema und Aufbau gleich, einzelne Referenten werden aus terminlichen Gründen variieren.
 
Die Teilnahme steht allen GdP-Mitgliedern offen und ist nicht an die Zugehörigkeit zu Kreisgruppen, Direktionen oder Fachgebieten gebunden.
 
Die Veranstaltungen werden um 10.00 Uhr beginnen und gegen 15.30 Uhr enden.
 
West
11. September 2017
SBZ Polizeipräsidium des Landes Brandenburg
Kasier-Friedrich-Straße 143, 14469 Potsdam
 
Nord
12. Oktober 2017
Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg
 Bernauer Straße 146, 16515 Oranienburg
 
Ost und Süd
Termine stehen noch nicht fest, vrs. Frühjahr 2018.

Anmelden
 
Die Teilnahme steht allen GdP-Mitgliedern Kreisgruppen übergreifend offen. Durch die räumlichen Gegebenheiten ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Die Plätze werden nach Eingang der Anmeldung vergeben.
 
Über die weiteren Termine 2018 werden wir entsprechend informieren. 
 
Wir bitten um verbindliche Anmeldung für einen der genannten Termine unter folgendem Link oder über unsere Geschäftsstelle.
  
www.gdp-brandenburg.de/islamismus

Ahmad Mansour

Als junger Palästinenser in Israel ist Ahmad Mansour beinahe radikaler Islamist geworden. Heute zählt er zu den wichtigsten Islamismus-­Experten Deutschlands.

 
Der Psychologe lebt seit zehn Jahren in Deutschland und beschäftigt sich mit Projekten und Initiativen, die Extremismus bekämpfen und Demokratie und Toleranz fördern. Er ist Programme Director bei der European Foundation for Democracy in Brüssel, Vorsitzender Sprecher des Muslimischen Forums Deutschland e.V., Gruppenleiter beim Heroes-Projekt in Berlin und Familienberater bei Hayat, einer Beratungsstelle für Deradikalisierung. Er ist auch als Berater zu dem Thema „Unterdrückung im Namen der Ehre“ beim LKA 5 tätig.
 
Dazu führt er Schulungen mit der Polizei, Pädagogen und Sozialarbeitern durch, unter anderem über Indikatoren und mögliche Präventionsansätze gegen Radikalisierung, Unterdrückung und Antisemitismus.
 
Für sein Engagement wurde ­Ahmad 2014 mit dem Moses-Mendelssohn-Preis ausgezeichnet. 2016 erhielt Ahmad Mansour den Carl-von-Ossietzky Preis für Zeitgeschichte und Politik und wurde vom Bündnis für Demokratie und Toleranz ­gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) als Botschafter für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet.