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GdP fordert klares Signal der Politik: Endlich Wochenarbeitszeit reduzieren!

In den letzten Jahren haben wir immer wieder auf die starke Überlastung der Bundespolizistinnen und -polizisten hingewiesen. Erst im März diesen Jahres hat die GdP alle Bundestagsfraktionen angeschrieben und darauf hingewiesen, dass gerade auch die hohe Wochenarbeitszeit unsere Kolleginnen und Kollegen extrem belastet. Wir erkennen zwar an, dass die geplanten und bereits durchgeführten zusätzlichen Neueinstellungen […]

In den letzten Jahren haben wir immer wieder auf die starke Überlastung der Bundespolizistinnen und -polizisten hingewiesen. Erst im März diesen Jahres hat die GdP alle Bundestagsfraktionen angeschrieben und darauf hingewiesen, dass gerade auch die hohe Wochenarbeitszeit unsere Kolleginnen und Kollegen extrem belastet. Wir erkennen zwar an, dass die geplanten und bereits durchgeführten zusätzlichen Neueinstellungen zu einer Entlastung der Gesamtsituation beitragen können. Die GdP hatte sich vehement für die Aufstockung der Personalkapazitäten der Bundespolizei eingesetzt, um für aktuelle und zukünftige Herausforderungen besser gewappnet zu sein und die Belastung in der Bundespolizei zu reduzieren.

Es bleibt aber weiterhin die hohe persönliche Belastung durch die Erhöhung der Wochenarbeitszeit und eine hohe Zahl der Überstunden.

Unser Schreiben hat die Fraktion Bündnis90/Die Grünen zum Anlass genommen, um in einer kleinen Anfrage nach der aktuellen Überlastungssituation in der Bundespolizei zu fragen.

Die Antworten sind bemerkenswert. Sie belegen die hohen Überstundenzahlen der Beamtinnen und Beamten und zeigen einen durchgängig hohen Krankenstand, der in den Bundespolizeidirektionen zwischen 9-13% liegt. Aus Sicht der GdP hat dieser Krankenstand seine Ursache zu großen Teilen in den hohen Belastungen für Körper und Psyche, denen unsere Kolleginnen und Kollegen dauerhaft ausgesetzt sind. Wir sehen zwischen der 2006 eingeführten Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit der Beamten, die zu massiven Planstellenstreichungen führte und der Entwicklung der Krankenstände einen deutlichen Zusammenhang.

Jörg Radek, Vorsitzender der GdP für die Bundespolizei bekräftigte daher seinen Appell an die Politik: “Es wäre ein richtiges und wichtiges Signal an die Kolleginnen und Kollegen, wenn die Fraktion sich für eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit der Bundespolizistinnen und Bundespolizisten einsetzen würden. Dies wäre ein starkes Signal der Anerkennung der Einsatzbereitschaft der Beamten in den zurückliegenden Jahren und ein positives Zeichen, Abhilfe in der jetzigen Belastungskrise zu schaffen.“ Die GdP werde, so Radek weiter, bei diesem Thema nicht locker lassen.

pdf Personalplanung und aktuelle Lage bei der Bundespolizei

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