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GdP vor Ort: KLE-Training und Symposium

Komplexe lebensbedrohliche Einsatzlagen (KLE) ist ein wichtiges Thema, das inzwischen bei allen Polizeien von Bund und Ländern angekommen ist. Das wurde bei dem Symposium KLE in Fuldatal deutlich. Dort lauschten rund 250 TeilnehmerInnen aus verschiedenen Polizeien aus dem In- und Ausland den ReferentInnen aus Polizei (z.B. auch aus Frankreich und Belgien), Rettungsdienst und Seelsorge, die […]

KLE-Training im Leipziger Bahnhof

Komplexe lebensbedrohliche Einsatzlagen (KLE) ist ein wichtiges Thema, das inzwischen bei allen Polizeien von Bund und Ländern angekommen ist. Das wurde bei dem Symposium KLE in Fuldatal deutlich. Dort lauschten rund 250 TeilnehmerInnen aus verschiedenen Polizeien aus dem In- und Ausland den ReferentInnen aus Polizei (z.B. auch aus Frankreich und Belgien), Rettungsdienst und Seelsorge, die aus ihrem jeweiligen Blickwinkel das Thema beleuchteten und den jeweiligen Sachstand über Weg und Grad der Umsetzung in ihren Bereichen erläuterten.

Jörg Radek sprach als stellvertretender GdP-Bundesvorsitzender vor den TeilnehmerInnen des Symposiums und verdeutlichte, dass neben der taktischen Schulung das Augenmerk der GdP und der Personalvertretungen besonders auf einer lageangepassten Ausstattung der Kolleginnen und Kollegen liegt. Er forderte deutlich, dass finanzielle Aspekte zurücktreten müssen, wenn die von allen Sicherheitspolitikern festgestellte erhöhte Bedrohungslage dies erfordert. Hier sind gehen Polizeitaktik, Arbeits- und Gesundheitsschutz vor beschaffungstechnischen oder finanziellen Hemmnissen. Für die GdP ist es aber auch elementar wichtig, dass die Polizei in Deutschland trotz veränderter Sicherheitsbedingungen das bleibt, was sie in der Vergangenheit ausgezeichnet hat: eine in der Gesellschaft verankerte und angesehene Bürgerpolizei.

GdP-Bezirksvorsitzender Jörg Radek beim KLE-Symposium. Foto: BeDo-Einheit Duderstadt

Der Präsident der Bundesbereitschaftspolizei, Friedrich Eichele, hatte das Thema vorausschauend bereits 2011 aufgegriffen und Konzepte für die Fortbildung entwickelt, mit deren Umsetzung 2014 in der Bundesbereitschaftspolizei begonnen wurde – also bereits vor den Terroranschlägen in Frankreich. Die Veranstaltung zeigte, dass nun in vielen Bereichen an Verbesserungen in der Taktik und bei der Ausstattung gearbeitet wird. Andererseits wurde aber auch deutlich, dass an vielen Schnittstellen in und auch außerhalb der Polizei Optimierungsbedarfe bestehen.

Aus Sicht der GdP ist die Bundespolizei insoweit auf einem guten Weg. Jörg Radek konnte sich zwischen den beiden Veranstaltungstagen bei einer Großübung im Leipziger Bahnhof davon überzeugen, dass man auch in anderen Bereichen daran arbeitet, die Kolleginnen und Kollegen so gut wie möglich auf lebensbedrohliche Einsatzlagen vorzubereiten. Die GdP wird ihres dazu tun, um auch in der Politik die nötige Einsicht für die Bereitstellung von Finanzmitteln für eine lageangepasste Ausstattung und geeignete Fortbildungsstätten herzustellen.

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