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GdP BW: Castor-Transporte auf dem Neckar nur bei Tageslicht

Eberdingen.

Aufgrund von Mitteilungen aus der Presse ist davon auszugehen, dass der dritte von fünf Atommülltransporten von Obrigheim nach Neckarwestheim kurz bevorsteht. Auch dieser dritte Transport wird voraussichtlich wieder von einem starken Polizeiaufgebot begleitet werden. Konnten die ersten zwei Transporte noch bei Tageslicht durchgeführt werden, ist das bei weiteren Transporten in diesem Jahr aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nicht mehr über die gesamte Transportstrecke möglich.

Zum Schutz der eingesetzten Kolleginnen und Kollegen und auch zum Schutz von eventuellen Demonstranten, fordert die GdP deshalb vorsorglich, dass die Transporte weiterhin nur bei Tageslicht durchgeführt werden. „Der Transport bei Dunkelheit wird aus vielerlei Gründen, unter anderem aufgrund des unwegsamen Geländes und der sich bei Dunkelheit ergebenden guten Einwirkungsmöglichkeiten von Störern, als ein vermeidbares Gesundheitsrisiko für beide Seiten angesehen.“, meint der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Hans-Jürgen Kirstein. „Erfahrungen aus zurückliegenden Castor-Transporten auf der Schiene haben gezeigt, dass sich bei Nacht Situationen und Gefahrenmomente ergeben können, mit denen zunächst niemand gerechnet hat.“, so Kirstein weiter.

„Deshalb fordert die GdP, dass Castor-Transporte auch auf dem Neckar weiterhin nur bei Tageslicht durchgeführt werden. Falls erforderlich, muss der Transport in zwei Etappen gesplittet werden“, so der Landesvorsitzende. „ Die Devise kann in diesem Fall kann nur lauten: Sicherheit vor Schnelligkeit“, so Kirstein abschließend.
Die GdP wird deshalb auf das IM BW zugehen und sich über die weiteren Transporte informieren.
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