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GdP Bundespolizei zu Luftsicherheit: Deutschland macht seine Hausaufgaben nicht

Hilden.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erinnert anlässlich des 16. Jahrestages des verheerenden terroristischen Anschlages von „9/11“ daran, dass auch in Deutschland nach wie vor massive Sicherheitslücken im Bereich der Luftsicherheit bestehen. „An den Flughäfen haben wir ein Zuständigkeitswirrwarr verschiedenster Akteure von staatlichen Stellen und Privatfirmen. Hier muss die Politik dringend ihre Hausaufgaben machen und dafür sorgen, dass ein einheitliches Sicherheitskonzept aus einer Hand umgesetzt wird“, so Arnd Krummen, Luftsicherheitsexperte der GdP in der Bundespolizei.

Weniger Service und schlechtere Kontrollqualität

An mehreren großen Flughäfen in Deutschland wurde die Fluggastkontrolle in den vergangenen Jahren zunehmend privatisiert. Auftraggeber ist zwar die Bundespolizei, diese hat jedoch auf Auswahl und Schulung des Personals der privaten Sicherheitsdienstleister kaum Einfluss. Krummen: „Prekäre Beschäftigungsverhältnisse und hohe Personalfluktuation sind in der privaten Sicherheitsbranche gang und gäbe. Damit ist auch immer die Gefahr von weniger Service und schlechterer Kontrollqualität verbunden. Regelmäßig geraten die privaten Dienstleister in die Schlagzeilen, weil bei Tests Sicherheitsmängel festgestellt, oder, wie aktuell in Düsseldorf, die Wartezeiten für die Passagiere unzumutbar werden, weil aus wirtschaftlichen Gründen zu wenig Personal eingesetzt wird.“

Die GdP setzt sich daher für die Gründung einer Bundesanstalt für Luftsicherheit ein, die sämtliche Zuständigkeiten der Luftsicherheit bündelt und so für bundesweit einheitliche Standards sorgt. Die Bundespolizei hätte dann unmittelbaren Zugriff auf die Beschäftigten und könnte eine bestmögliche Ausbildung mit hohen Luftsicherheitsstandards sicherstellen. „So steigern wir die öffentliche Sicherheit, entlasten gleichzeitig die Bundespolizei und schaffen sichere Arbeitsverhältnisse für die Tarifbeschäftigten. Sicherheit gehört nicht in private Hand“, so Krummen.