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GdP zu Bundesratsentscheidungen am Freitag

GdP-Vize Plickert: Verschärfte Strafen für illegale Autorennen überfällig

Stellvertretender GdP-Bundesvorsitzende Arnold Plickert - Foto: GdP/Hagen Immel
Stellvertretender GdP-Bundesvorsitzende Arnold Plickert - Foto: GdP/Hagen Immel
Berlin/Düsseldorf.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützt die von der Politik beabsichtigten schärferen Strafen für Veranstalter und Teilnehmer illegaler Autorennen in Deutschland. „Das ist längst überfällig. Wir betonen schon seit vielen Jahren, dass diese Rennen eine Gefahr für die Allgemeinheit sind, bei denen immer wieder Unbeteiligte, ob Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger, rücksichtslos gefährdet und getötet werden“, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Arnold Plickert am Donnerstag in Düsseldorf vor den Beratungen des Bundesrates am morgigen Freitag.

Es sei angesichts hunderter polizeilich entdeckter Straßenrennen und einer erheblichen Dunkelziffer ein richtungsweisendes Signal, dies künftig nicht mehr als Ordnungswidrigkeit ahnden zu wollen, sondern als Straftat.

Illegale Straßenrennen seien keine Bagatelldelikte. „Da fährt man mit 180 Stundenkilometer durch Innenstädte“, betonte Plickert, der zugleich GdP-Vorsitzender von Nordrhein-Westfalen ist. „Die Szene bereitet uns zunehmend Sorgen“, sagte der GdP-Verkehrsexperte. Die Teilnehmer seien meist junge Männer zwischen 18 und 25 Jahren mit PS-starken Autos. „Da geht es um Imponier- und Machogehabe“, so Plickert.

Der GdP-Vize begrüßt auch die geplanten schärferen gesetzlichen Regelungen für Behinderungen von Rettungskräften: „Rettungsgassen-Muffel gefährden Menschenleben.“ Es gebe zunehmend mehr Berichte, wonach Rettungskräfte erhebliche Probleme haben, an Unfallstellen zu kommen. Statistiken gebe es dazu zwar nicht, aber nach Einschätzung der GdP-Chefs passt dieses Verhalten zum allgemeinen Trend zunehmender Gewalt und Aggressivität im Alltag. Immer häufiger komme es vor, dass zusätzlich Polizisten im Einsatz seien, um die Unfallstelle abzuriegeln und Rettungsgassen zu sichern.
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