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Trauergottesdienst in Nürnberg für getöteten Polizisten

Polizeidelegationen aus ganz Deutschland

München/Nürnberg.

Nach dem kaltblütigen Mord an einem 32-jährigen Polizeibeamten durch einen 49-jährigen sogenannten Reichsbürger in der vergangenen Woche in Georgensgmünd in Bayern fand am 30. Oktober in Nürnberg ein ökumenischer Trauergottesdienst statt. Der Gottesdienst in der Lorenzkirche wurde von der Nürnberger Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern, Oberkirchenrat Detlev Bierbaum sowie Weih- und Polizeibischof Dr. Bernhard Haßlberger zelebriert. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hielt die Traueransprache.

Schweigeminute der Polizei

Neben dem Landespolizeipräsidenten Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer und dem mittelfränkischen Polizeipräsidenten Johann Rast nahmen Abordnungen aller Verbände der Bayerischen Polizei am Trauergottesdienst teil. Außerdem waren Delegationen von Polizeibehörden aus ganz Deutschland sowie aus dem Ausland erwartet worden.

Als besonderer Ausdruck der Trauer und Verbundenheit fand zu Beginn des Trauergottesdienstes eine Schweigeminute statt. Alle Polizistinnen und Polizisten der Bayerischen Polizei würden zu diesem Zeitpunkt innehalten und ihrem getöteten Kollegen gedenken können, hatte der bayerische Innenminister angekündigt.

Als Zeichen der Solidarität und Anteilnahme hatten laut Herrmann bereits Polizeien anderer Bundesländer signalisiert, sich ebenfalls an der Schweigeminute zu beteiligen. Außerdem werde die Bayerische Polizei bis 2. November an allen Fahrzeugen Trauerflor tragen.